Digitale Bildung
Der Lehrplan PLUS Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie die Handreichung „Digitale Bildung in Förderschulen“ bilden in diesem wichtigen Bereich des Lernens den curricularen Rahmen. Digitale Medien werden eingesetzt, um
- Grundfertigkeiten in Sprache, Lesen, Rechnen und Wahrnehmung spielerisch zu fördern;
- Lernangebote in Freiarbeit, Wochenplan- und Projektunterricht zu individualisieren;
- lebenspraktische Kompetenzen (z. B. Mobilität, Geld, Medienkompetenz) aufzubauen;
- die Teilhabe kommunikationsbeeinträchtigter Schülerinnen und Schüler mittels Gebärden, Symbolkarten, Talkern und sprachunterstützender Apps zu sichern.
Besondere Relevanz hat die barrierefreie Gestaltung digitaler Lernumgebungen. Unsere heterogene Schülerschaft erfordert adaptive, multisensorische und assistive digitale Lösungen, die sowohl rezeptive (z. B. vereinfachte Darstellungen) als auch expressive (z. B. sprachausgebende Systeme) Zugänge bereitstellen.
Digitale Bildung dient unseren Schülerinnen und Schülern also gleichzeitig als assistive Technologie und als Instrument der Unterstützten Kommunikation (UK). Alle Kompetenzziele werden deshalb barrierefrei, mehrkanalig (Bild, Gebärde, Symbol, Sprache) und handlungsorientiert umgesetzt.
Die Vorhaben finden nicht nur im Fach „Digitale Bildung“ Anwendung, sondern auch in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sach- und lebensbezogener Unterricht, Kunst, Musik, Sport, Beruf und Arbeit.