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Nachhaltigkeit im Schulalltag: Unsere Schule trennt Müll!

Nachhaltigkeit und Umweltverantwortung sind zentrale Werte unserer Schule. Auf Beschluss der Schulkonferenz haben wir daher erfolgreich eine neue, einheitliche Mülltrennung im gesamten Schulgebäude eingeführt.

Mit der Installation der neuen, farblich markierten Mülleimer – Gelb für Verpackungen, Blau für Altpapier und Grau für Restmüll – setzen wir ein klares Zeichen für aktiven Umweltschutz im Schulalltag. Ziel ist es, bei unseren Schülerinnen und Schülern ein tiefes Verständnis für nachhaltiges Verhalten zu entwickeln.

Pädagogische Begleitung und handlungsorientiertes Lernen

Die Einführung wurde intensiv pädagogisch begleitet. In allen Klassen stand das Thema "Müll und Mülltrennung" altersgerecht und dem jeweiligen Lernniveau angepasst auf dem Stundenplan.

Besonderer Wert wurde auf das handlungsorientierte und praktische Lernen gelegt:

  • Praktische Sortierung: Jüngere Klassen und Schülerinnen und Schüler lernten in der Praxis, welcher Müll in welche Tonne gehört.
  • Müllkreislauf: Ältere Klassen beschäftigten sich umfassend mit dem gesamten Müllkreislauf – von der Entstehung bis zur fachgerechten Entsorgung. Dabei wurden auch spezielle Abfallarten wie Altglas und Sondermüll behandelt. Die Entsorgung von Glas erfolgte beispielsweise über die Wertstoffinsel in Unterhaching.
  • Exkursion: Zwei Klassen konnten die komplexen Abläufe der Abfallwirtschaft hautnah erleben und unternahmen eine spannende Exkursion zur Mülldeponie.
Kreativität und Gemeinschaft: Upcycling und Clean-Up

Neben dem Unterricht zeigten unsere Schülerinnen und Schüler auch großes Engagement in kreativen Projekten und im Umweltschutz vor Ort:

1. Upcycling-Projekt: Ein besonderes Highlight war das einmonatige Upcycling-Projekt im Kunstunterricht. Aus scheinbarem Müll gestalteten die Schülerinnen und Schüler beeindruckende Kunstwerke. Die besten Kreationen wurden von der SMV (Schülermitverantwortung) prämiert. Der feierliche Höhepunkt war die Übergabe des Pokals – der selbstverständlich ebenfalls aus Müll gebastelt wurde – beim Tag der offenen Tür.

2. Aktiver Umweltschutz: Ein Großteil der Schulgemeinschaft beteiligte sich an der schulweiten Clean-Up-Aktion. Dabei sammelten wir aktiv eine Stunde lang Müll im näheren Umfeld der Gemeinde Unterhaching und leisteten so einen direkten Beitrag zur Sauberkeit unserer Umgebung.

3. Interaktives Wissen: Begleitend installierten wir einen interaktiven Aushang, der das Wissen rund um die Mülltrennung visualisierte und über QR-Codes zum Mitmachen und Vertiefen einlud.

Ausblick

Die gesamte Initiative wurde positiv evaluiert und auf unserer Schulhomepage sowie im Jahrbuch umfassend dokumentiert. Die SMV zieht eine positive Bilanz und arbeitet bereits am nächsten Schritt: Im kommenden Schuljahr soll die Mülltrennung weiter ausgebaut und auch der Biomüll separat entsorgt werden.

So lebt unsere Schule Nachhaltigkeit – Tag für Tag!


Unser Ackerprojekt: Von der Saat zur Ernte – Nachhaltigkeit wächst an unserer Schule!

In diesem Schuljahr startete an unserer Schule ein aufregendes und nachhaltiges Projekt: unser Schulacker, realisiert in Kooperation mit der Initiative "GemüseAckerdemie".

Lernen mit allen Sinnen

Aufgrund unseres Förderschwerpunktes lag der Fokus von Anfang an klar auf dem praktischen und handlungsorientierten Lernen. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten unmittelbar erleben, wie Lebensmittel entstehen – vom vorbereiteten Boden bis zur Ernte.

Die Klassen 5 und 8 übernahmen von Beginn an die Hauptverantwortung, koordinierten die Aufgaben und standen im Austausch mit Claudie, unserer engagierten Ansprechpartnerin der "GemüseAckerdemie".

Gemeinsam legen wir Hand an

Das Projekt war ein echtes Gemeinschaftswerk:

  1. Vorbereitung im Herbst: Die gesamte Schulgemeinschaft war aufgerufen, Mulchmaterial zu sammeln. Mit fachkundiger Anleitung zum Umgraben machten sich die Klassen 1, 8 und 10 im Schulgarten an die Arbeit und bereiteten den Boden vor.
  2. Kreativität im Werkunterricht: Die Klassen 5, 7 und 8 gestalteten im Werkunterricht passende und kreative Schilder, um die Beete zu kennzeichnen. Klasse 8 steckte zudem die Anbauflächen ab.
  3. Die erste Saat: Mit einer Vielzahl an Gemüsesorten – von Karotten, Kartoffeln und Kohlrabi bis hin zu Frühlingszwiebeln und Mangold – erfolgte die erste Pflanzung, ebenfalls durch die Klasse 8.
Pflege, Wissen und erste Erfolge

Die Pflege des Ackers war ein fester Bestandteil der Schulwoche. Zweimal pro Woche übernahm die Klasse 8 das Unkrautjäten, Umgraben und die Steinlese. Mit dem Wachsen der Pflanzen wuchs auch das Wissen:

  • Unterrichtsthemen: Im Unterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Fragen der Bewässerung, der Wirkung von Mulch und dem nachhaltigen Umgang mit Wasser auseinander. Auch ökologische Bekämpfungsmethoden gegen Schädlinge wurden thematisiert.
  • Mitbestimmung: Wichtige Entscheidungen, wie der beste Erntezeitpunkt oder das Vereinzeln von Pflanzen, wurden stets gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern getroffen.
  • Bohnenprojekt: Im Mai startete das Bohnenprojekt der ersten Klassen, die ihre Pflanzen anschließend im „Versuchsacker“ aussetzten.

Die zweite Aussaat im Mai, unter Beteiligung der Klassen 1 und 5, brachte Zucchini, Tomaten, Gurken und Zuckermais in die Erde. Ab diesem Zeitpunkt unterstützten die Klassen 1 und 5 die regelmäßige Pflege mit einem festen Tag pro Woche.

Vom Acker auf den Teller

Die ersten Ernten waren ein großer Erfolg und das Highlight der Arbeit! Die geernteten Radieschen machten Ende Mai den Anfang.

Ein Teil der frischen Erzeugnisse ging direkt an unser schulinternes "Semmel-Team" der Berufsschulstufe, das damit seine Pausenprodukte veredelte – ein perfektes Beispiel für den Kreislaufgedanken an unserer Schule!

Ausblick: Das Projekt wächst weiter

Über den gesamten Prozess berichteten wir transparent auf unserer Schulhomepage, an einer Stellwand und im Jahrbuch.

Zum Abschluss des Schuljahres fand in der SMV eine Evaluation statt. Die Schülerinnen und Schüler zogen Bilanz, besprachen Verbesserungsvorschläge und planten bereits, welche Sorten im nächsten Jahr unbedingt angebaut werden sollen.

Die Erfahrung des Gärtnerns war für alle Beteiligten lehrreich und bereichernd. So endet das Projekt nicht mit der letzten Ernte, sondern bereitet den Boden für ein neues, spannendes Gartenjahr!